Laura Bruce


New Adventures in Vexillology #5 Projekt Sommer 2019 kuratiert von Valeska Hageney und Imke Kannegießer

beteiligte Künstler Ana Alenso, Laura Bruce, Tue Greenfort, MoreUtopia!, Sophia Pompéry, Tita Salina

 

Ein riesiger schwarzer Tornado rast auf ein kleines ungeschütztes Haus zu. Die Natur wirkt in Bruces großformatigen schwarz-weißen Graphitzeichnungen meistens immer dominierend und bedrohlich. Aber es geht nicht nur um Landschaft oder Natur an sich. Bruce ist fasziniert von der Komplexität der Natur, weil sie ihrer Meinung nach, gerade in der Kombination aus unermesslicher Schönheit und Gewalt das Einzige ist, was wahre Ehrfurcht hervorrufen kann. „Die Wissenschaft hat vieles schon entdeckt und entschlüsselt, aber noch nicht die Natur in ihrer Totalität. Sie ist mächtiger als wir, nie richtig berechenbar, und kann, besonders dort, wo ich herkomme, auch sehr feindlich sein.“ Laura Bruce erlebte selbst einen Tornado. Dieses Naturereignis verarbeitet sie in ihren Landschaftszeichnungen. Es wird darin deutlich, dass der Versuch, die Erde zu bezwingen, ein immerwährender Kampf ist.

 

Laura Bruce (*1959 New Jersey, USA) lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin. Sie studierte Malerei an der State University of New York at New Paltz und Bildhauerei an der Slade School of Fine Art in London und war Gastprofessorin am Exeter College of Art and Design, der Slade School of Fine Art in London, der Kunsthochschule Weissensee in Berlin und der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

www.laura-bruce.com


Singe

 

2019

CMYK Druck auf Flaggenstoff

147 x 103 cm

 

 

Edition 1/4


Fotos: S. Hermannsen 2019